2. Magic Slam des OZ Frankfurt

Es ist 20.00 Uhr! Mit Musik, Pyrotechnik und Verteilung von Getränken aus der Magischen Bar eröffnet Andreas diesen Abend, um anschließend unserem Mitglied, Frau Anita Willkomm, im Namen des OZ Frankfurt zum Geburtstag zu gratulieren.
Dann ist es soweit. Sieben Zauberkünstler treten in den Wettbewerb und werben um die Gunst des anwesenden Publikums. Nach jeder Performance wird angestimmt. Danach wird die Reihenfolge ausgelost. Amedeo muss als erster ran und zeigt eine mentale Nummer mit einer Vorhersage. Weiter geht es urkomisch mit Stefan und Kay. Sie demonstrieren Comedy in Zeitlupe. Danach wird ein Video von Pit eingespielt. Er erläuter mit ernster Mine und in seiner unnachahmlichen Art die „Aufnahmeprüfung“ des MZvD. Wir liegen am Boden vor Lachen. Aber wir sind ja nicht alleine zu unserem Vergnügen hier …! Alexey ist an der Reihe und zeigt eine mentale Routine rund um die Apokalypse. Das Ende der Welt. Klasse gemacht. Der Effekt stellte so manchen vor ein absolutes Rätsel. Danach ist Mario, der „Maggier“, dran. Mario erläutert uns ein psychologisches Phänomen mit Ketchup Flasche und Spielkarten: Déjá vu, eine neue Situation erlebt und nicht geträumt zu haben. Toll! Alexander ist an der Reihe und lässt „Stahlnetz-Stimmung“ aufkommen. Er zeigt das Mörderspiel, erklärt die Regeln und verlässt den Raum. Manfred ist der Vorleser und Rado das Opfer, das von Stefan hinterhältig gemeuchelt wird. Ein klarer Fall für Kommissar X, alias Alexander, der den Fall mit Spannung löst. Danach wird es utopisch: Spieglein, Spieglein auf der Leinwand…! Manfred hat ihn mitgebracht. Magic 3000, ein Zauberspiegel aus der Zukunft. Der Spiegel wird auf die Leinwand projiziert, bekommt plötzlich ein Gesicht, fängt an zu sprechen und errät die Spielkarte, die Kay frei gewählt hatte. Sachen gibt’s! Einer fehlt noch: Richtig: Der Titelverteidiger vom letzten Jahr: Monsieur Brezelberger. Er zaubert gleich den Pokal aus dem Hut, faselt etwas vom Zersägen der Jungfrau und intoniert dazu das Chanson: „… sägen ist nur das eine!“ Dabei raucht und qualmt das Akkordeon und nebelt unser Zirkellokal ein. Monsieur, der Kugelblitz des Varietés. Nach Auszählung der Stimmen ist er der alte und neue Gewinner des 2. Frankfurter Magic Slam. Herzlichen Glückwunsch!

Doch gilt der Dank allen Akteuren, die diesen Abend mitgestaltet haben. Ihr ward einfach wunderbar. Danke für diesen tollen Abend.

Text: Dieter Daniel | Bilder: Chantal Sprenger

Die Kraft der Gedanken…

… und die Demonstrationen der Protagonisten an einem gut besuchten Montag Abend im Ortszirkel Frankfurt lies keine Wünsche offen.
Eröffnet wurde der Abend von unseren Anwärtern Amedeo und Alexander, deren Routinen zwar unterschiedlicher nicht hätten sein können aber dennoch hohen magischen Gehalt hatten. Amedeo erriet Getränke, die sich unsere Zuschauerassistenten nur in ihrer Phantasie vorstellten und Alexander beeinflusste nicht nur den Willen von unserem Mitglied Ello sondern sagte auch ein Land voraus, an das Ello nur gedacht hatte. Gekonnt gemacht!
Dieter zeigte die Schicksalsstunde, ein Klassiker der Mentalmagie mit einer Taschenuhr und einem alten Kartenspiel. Der Klimax der Routine ist, dass der Wert einer durch Zufall gewählten Zuschauerkarte bereits in den Uhrendeckel eingraviert ist. Harry Keaton aber Schoss den Vogel ab. Er lies sich Daten zurufen und prompt nannte er nicht nur den Wochentag sondern auch ein Ereignis, dass sich an dem vom Zuschauer genannten Datum ereignete. Eine faszinierende Routine, die noch in der Entwicklung ist. Danach ging es in die Diskussion rund um die Mentalmagie. Ein Kessel Buntes rund um diese Sparte, Pro und Kontra, Einfallsreiches, Erfahrungen, Tipps und Tricks, und, und, und …!
Zum Schluss gab Wolf von Keyserlingk noch einen zum Besten: Zwei Papierteller werden ins Publikum gegeben. Der Zuschauer denkt – nur denkt sich ein Wort und gibt die Teller zurück: Zwischen den Tellern steht das nur gedachte Wort des Zuschauers. Eben alte Schule!
Alles in allem ein lebhafter Abend und vielleicht hätte man sich noch die eine oder auch andere Vorführung gewünscht. Aber der lebhafte Gedankenaustausch hat auch viel Freude gemacht, womit wieder einmal bewiesen wäre: Man muss sich nicht immer etwas vorzaubern. Es macht auch Spaß, öfter miteinander konstruktiv über ein Kunststück zu reden.

Text: Dieter Daniel Bilder: Heinz-Dieter Rado