Verwalten und organisieren in der Zauberkunst

Die Frage, wie eine Fülle an Material im Zeitalter von EDV und Internet organisiert werden kann, stellen sich vielen Zauberkünstlern Tag für Tag aufs Neue. Kisten und Schränke voller Requisiten, verschiedene Shows, unfertige und fertige Dinge, Bücher und Filme analog und digital, da benötigt man schon das sprichwörtliche Riesengedächtnis.
Schwierigste Aufgabe dabei dürfte es aber dabei sein, sich vom „Schubladendenken“ oder besser dem Aktenordnerdenken endlich zu befreien. Frank Gilka hatte dazu einen Kommentar ins Netz eingestellt, wo er u. A. schreibt:
„… es gibt aber auch Programme, in der Fotos, Tondokumente, Videos, Weblinks, Texte und Dokumente abgelegt werden können. Virtuelle Gedächtnisse im Internet, die kreativ, strategisch und fokussiert unsere Arbeit strukturieren, helfen beim Verwalten, Organisieren und Wiederfinden bei allem, was zur Zauberkunst dazugehört…“
Alexander de Cova hatte ebenfalls dazu einen sehr interessanten Beitrag verfasst, einen „Crash-Kurs“, wie er selbst sagt, nichts für Profis, aber für Amateure, obwohl so mancher Profi auch davon profitieren könnte. Fazit: Die Magie braucht Verwaltung, Organisation und Ordnung. Denn auch hier gilt: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

JE-MU-MI und Nikolaus

Heute Abend ist es wieder einmal soweit. Jeder muss mitmachen, der lustige Zauberspaß für die ganze Zauberfamilie des OZ Frankfurt. Wir bitten Euch also etwas vorzuführen, bevor es dann im 2. Teil um unseren diesjährigen Niklaus-Flohmarkt geht. Bringt all‘ Eure Tricks, DVDs, Bücher etc. mit von denen Ihr glaubt, Euch trennen zu müssen. Vielleicht kommt Ihr ja ins Geschäft. Gerade um die Weihnachtszeit sitzt das Geld locker wie lange nicht und beide Seiten profitieren voneinander.
Viel Glück dazu!
 

Jahrmarktspiele und Budenzauber

Barwetten, Gedulds- und Jahrmarktspiele werden wir zu diesem Abend mitbringen. Es gibt zwar keine 500.000 Euro zu gewinnen aber jede Menge Spaß. Keine leichte Aufgabe für Euch, die Tricks, Rätsel und Gags zu lösen.
Andreas, Manfred und Florian werden Euch die Spielregeln erklären wenn es heißt: „Schlag‘ den Vorstand!“ Viel Spaß ist also garantiert.
Und damit wir auch ein bisschen Jahrmarktflair bekommen gibt’s noch eine Portion Popcorn obendrauf. Alles klar? Dann auf die Plätze – fertig – los!

 

Drebuch zum Trick

Im Jahr 2010 brachten Ingo Brehm und Albin Zinnecker ein Buch auf den Markt, dessen Kernidee es zumindest in der deutschsprachigen Literatur bisher nicht gegeben hatte: Das Drehbuch zum Trick. Doch lassen wir die beiden selbst zu Wort kommen:

„… Ein Script zu schreiben heißt, sich Gedanken über den Inhalt, das Thema eines Tricks zu machen und dessen Ablauf zu strukturieren. Ferner soll durch dieses Drehbuch zum Trick der gesprochene Text im Vorfeld möglichst exakt festgelegt werden, ohne dem Vorführenden dabei den Raum für spontane Einfälle und Improvisationen zu nehmen. Wenn wir bei der Planung eines Effektes sorgfältig arbeiten, nehmen wir erheblichen Einfluss auf das Gesamterlebnis unserer Zuschauer …!“

Hand aufs Herz: Die wenigsten sehen sich in der Lage aus dem Stehgreif Präsentationen für ihre Effekte zu finden. Es ist eine Tatsache, dass wir beim Scriptschreiben und Lernen unserer Texte uns später voll und ganz auf die Präsentation konzentrieren können, weil wir unsere Hausaufgaben gemacht haben! Mit anderen Worten, wir fühlen uns wohl bei unserer Darbietung,

Nur so können wir erreichen, das wir nicht „zum“ sondern „mit“ dem Zuschauer reden. Unsere spätere Performance kommt dadurch dem geplanten Idealbild so nahe wie möglich. Wir sind nicht mehr austauschbar. Wer das begriffen hat wird zum Kern der Zauberkunst und nicht der Trick.

Wild Card

In den 60 er Jahren ging ein Kartentrick um die Welt, der für Furore sorgte: Die Wild Card. Das Konzept dieses Kartenkunststücks begann mit J. N. Hofzinsers „Überall und Nirgends“, in dem Hofzinser eine frei gewählte Karte in mehrere Duplikate verwandelte.
Die neue Version von Peter Kane, „Watch the Ace“, sorgte in der Fachwelt für reichliches Aufsehen. Bill Simon las den Kane-Effekt und zeigte ihn Lou Tannen, der wiederum bat Frank Garcia eine Handhabung zu erarbeiten, die er auf den Markt bringen konnte. Die „Wild Card“ war geboren.
Die Garcia-Handhabung unterschied sich sehr von Peter Kane’s Methode, dennoch wurde er seinerzeit beschuldigt, Peter Kane’s Trick gestohlen zu haben, was aber nicht stimmte, denn tatsächlich verwendete Garcia nur Kane’s Idee, die Routine mit Trickkarten vorzuführen, was aber auf einer Idee Hofzinsers beruhte. Wie dem auch sei, der Kredit gebührt Peter Kane, aber auch Bruder John Hamman und Derek Dingle. „Taming the Wild Card“ von Jon Racherbaumer ist ein Leckerbissen für Zauberkünstler, und so gibt es viele Variationen dieses Kartenklassikers, wie ihn auch José Caroll nach einer Idee von Fred Kaps so wunderbar vorführte.

 

Fool us im OZ Frankfurt


Wenn Zauberkünstler versuchen, andere Zauberkünstler zu täuschen spricht man von „Magicians Fooler“.

Um das Thema dreht es sich auch in der Fernsehsendung „Penn & Teller Fool Us“: Ein Talentwettbewerb, wo Zauberkünstler versuchen, Penn & Teller hinters Licht zu führen, also einen Trick vorführen, den sich die beiden nicht erklären können. Und genau dass wollen wir auch versuchen: Stellt Euch eine Routine mit einem neuen Spin vor, wo Ihr vielleicht einen Pass aussortiert. Oder einen Klassiker wie Cups and Balls. Die kleineste Veränderung kann Zauberkollegen an den Rand der Verzweiflung bringen und sie verstehen die Welt nicht mehr.

Ob wir nach diesem Abend die Welt noch verstehen weiß ich nicht, aber eines kann ich Euch heute schon sagen: Wir bekommen eine ganz andere Sicht auf die Dinge, die wir jahrelang so vorgeführt haben, deren magischer Effekt aber noch lange nicht ausgeschöpft ist und wer weiß, vielleicht ist ja der „König der Magician Fooler“ mitten unter uns …?!

 

Statusseminar mit Michelle

Status ist immer und überall – jeder Mensch hat einen Status und man kann nicht ohne Status sein, weil andere Menschen uns einordnen. Im Alltag ist Status ein Parameter für das Gelingen von Kommunikation. Im Theater sorgt Status für spannende Handlung und kraftvolle Figuren, für Komik und Drama.

Der Meister des Status, der britische Dramaturg Keith Johnstone, einer der Begründer des Improvisationstheaters, unterscheidet grundsätzlich in Hoch- und Tiefstatus – wobei der Status nichts mit dem gesellschaftlichen Status zu tun hat. Status drückt sich durch Körpersprachsignale aus. Keith Johnstone hat diese Körpersprachsignale konkretisiert. Er hat konkrete Status-Werkzeuge und Improvisationstheaterspiele entwickelt, mit denen sich diese Werkzeuge üben lassen. Auf seine Lehren stützt sich der Abend, den uns Michelle erläutern möchte.

SONDERTERMIN – Seminar mit Tabary

Der beste Seilmanipulator der Welt

Francis Tabary ist eine echte Zauberlegende und sein Name ist untrennbar mit modernen Seilzauberkunst verbunden. Er kommt zwar aus Frankreich – spricht aber gutes Deutsch.

Im ersten Teil des Seminars erleben Sie Zauberkunst mit Karten, Geldscheinen, Brieftaschen, Tüchern und Münzen (hier z.B. sein TGV Pass: https://youtu.be/0nclL4UE_qU). Selbstverständlich spricht Francis Tabary auch über seine zweite Leidenschaft neben der Zauberkunst: eindrucksvolle, unmögliche Objekte und Ambigramme. Die Objekte – 3D Modelle von optischen Täuschungen – baut er nach und vermarktet sie.

Im zweiten Teil geht es dann im Detail um seine preisgekrönte und originelle Magie mit Seilen. 1991 wurde Francis Tabary FISM Weltmeister – und das nur mit einem Stück Seil. 10 Jahre später erklärte er seine Methoden in «The Award Winning Rope Magic of Francis Tabary».

!!! ACHTUNG !!!

Das Seminar findet hier statt:

Frankfurter Ruder-Gesellschaft Oberrad 1879 e.V.
Mainwasenweg 32
60599 Frankfurt

Es gibt genügend Parkplätze und auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist es zu erreichen:http://www.frgo.de/uber-uns/anfahrt