Zirkeltraining: Forcieren

 

Die Älteren unter uns erinnern sich der 70er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts, während derer Schulsportstunden schon mal daraus bestehen konnten, dass Sportlehrer von zweifelhafter Qualifikation in der Turnhalle einen Parcours von Foltergerätschaften aufbauten, an denen untrainierte und unvorbereitete Schülerinnen und Schüler reihum Dinge tun sollten wie Klimmzüge, Liegestütze, den dreifachen Rittberger oder einen Auerbachsalto (gehockt).

Im unserem Ortszirkel muss man von alledem nichts können, aber zum Zirkelabend sollte man schon mal forciert haben, will sagen: Einem Zuschauer vorgeblich die freie Wahl eines Gegenstandes gelassen haben, während man tatsächlich den Gegenstand selber bestimmt. Nun gibt es ganz verschiedene Techniken des Forcierens, Techniken, die sich einerseits an der Beschaffenheit der Gegenstände orientiert und andererseits am beabsichtigten Effekt. Ein Zirkeltraining, im Rahmen dessen man von Station zu Station geht und verschiedene dieser Techniken übt, hilft dabei, in kurzer Zeit viele dieser Techniken kennenzulernen, sie zu üben und gegebenenfalls zu perfektionieren.

P.S.: Das Zirkeltraining aus dem Schulsport feiert seit einigen Jahren in den Sportstudios der Welt fröhliche Urständ‘. Heutzutage allerdings findet der Sport nicht in einer muffigen Turnhalle in einer Aura von Schweiß und Verzweiflung statt, sondern ist total hipp und modern und teuer und heißt Cross Fit. Warum man so etwas anderen Sportarten, die Spaß machen, vorziehen sollte, erschließt sich dem Autor dieser Zeilen nicht.

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