Ein Abend für Punx, der Unfassliche, initiiert von Ulrich Rausch.

Setzt Euch zu meinen Füßen

Er war ein Poet unter den Zauberkünstlern, ein Eulenspiegel, ein Cagliostro, und ein Münchhausen. Und er war Punx, der Unfassliche. Er hatte die Gabe, gute Effekte mit guten Geschichten zu verknüpfen und erreichte damit eine besonders wirksame, dramatische Präsentationsform. Wer die Menschen verzaubern und sein eigenes Tun und Treiben zur Kunstform entwickeln wollte, kam an Punx nicht vorbei.

Punx, mit bürgerlichem Namen Ludwig Hanemann, wurde uns an diesem Abend von Ulrich Rausch vorgestellt. Er war der Initiator dieses Abends und seine Projektarbeiten, von der Kindheit des Altmeisters in Hartlebury, Worcestershire, die Kriegsjahre, seine Internierung in England, wo er auch den Künstlernamen „Punx“ annahm, seine Begegnung mit Davenport und schließlich seine Stilfindung, die ihm den Hofzinserring auf Lebenszeit einbrachte.

Nach einer kurzen Pause präsentierte uns Helmut Klein Material aus der Sammlung von Herrn Dirk Hamberg, handverlesene Dokumente, die noch nie in der Öffentlichkeit gezeigt wurden…

… und wie von Zauberhand stand plötzlich „Flip“ im Raum, unser Seminarleiter für das kommende Seminar. Der sympathische Holländer wurde mit viel Applaus begrüßt.

Weiter ging es im Programm. „… werden Se kennen Kimmelblättchen…? Moritz Grün, eine Kümmel-blättchen-Routine von Punx, vorgetragen im „jiddischen“ von Ravelli.

Danach setzte Helmut Klein seine Präsentation aus der Sammlung Dirk Hamberg fort.

Ravelli stellte uns den Zauberkünstler Robert Farchmin näher vor sowie die Herkunft des gläsernen Herzens, dass bereits Ende der 20 er Jahre erwähnt wird.

Den Abschluss bildete unser Mitglied Stephan Skora. Gekonnt zeigte er „Das Märchen vom Gläsernen Herzen“. Geschichtenerzählende Zauberkunst in Vollendung.

Herr Dirk Hamberg meldete sich noch einmal zu Wort und was er zu berichten wusste ließ einen schon aufhorchen. Dazu muss man wissen, dass die beiden Familien, Hamberg und Hanemann, eng befreundet waren.

Der Abschluss war etwas melancholisch, doch sehr passend für diesen Abend. Es wurde eine Musik eingespielt, wo der verstorbene Borodin, ein Schüler von Punx und ausgebildeter Opernsänger, eine Hommage an die Kindheit intonierte. Den Text dazu hatte Punx geschrieben.

Ein Abend voller Informationen, Anekdoten , Erinnerungen und Zaubereien ging zu Ende.

„Sollt mich nicht Magier oder Zaub’rer nennen. Märchenerzähler wäre just das rechte“. Dieser Satz von Punx hat uns an diesem Abend treffen begleitet.
Danke im Namen des OZ Frankfurt an Ulrich Rausch, Helmut Klein, Herrn Dirk Hamberg, Stephan Skora und – Ravelli.

Text: Dieter Daniel
Bilder: Michelle Spillner

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