Laaaangweilig …

(16. Februar 2026) Hauptversammlungen stehen in dem Ruf, langweilig zu sein – nicht ganz zu unrecht, denn es gibt viele Formalia abzuhandeln und Formalia sind nun mal per definitionem kein Inhalt, sondern … naja … Formalien eben. Aber man stelle sich vor, es gäbe den Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden nicht und den Bericht des Kassenwarts auch nicht, man stelle sich vor, der Vorstand könnte einfach machen, was er will, ohne denjenigen, die Mitgliedsbeiträge zahlen, Rechenschaft abzulegen davon, wohin ihr Geld geflossen ist: Auch nicht gut, oder? Auch die Demokratie im Kleinen muss sich manchmal den Mühen der Ebene unterziehen.

Gemessen daran war unsere just stattgehabte Hauptversammlung gar nicht so schlecht. Gut, das ist sicher auch der Tatsache geschuldet, dass der alte Vorstand in allen fünf Positionen der neue ist und er mit Mehrheiten gewählt wurde, die selbst den alten Kim Il Sung vor Neid hätten erblassen lassen. Aber es wurde auch viel der Sache nach diskutiert: Was machen wir mit unserer Bibliothek? Wie erfassen wir in Zukunft elektrisch, wer bei unseren Seminaren anwesend ist? Welche Seminare haben wir bereits gebucht (spoiler: it’s gonna be da bomb, bro!)? Wie ist der Sachstand der Vorbereitungen der Vorentscheidungen (guckst Du hier)? Das ist eine Menge Inhalt für so viele Formalia, oder?