Geburtstag 125 Jahre Manfred

60. Geburtstag, 40 Jahre Mitgliedschaft im MZvD und 25 Jahre Geschäftsführer – wenn das kein Grund zum Feiern ist!

Zahlreiche Gratulanten, an ihrer Spitze der Präsident des MZvD, Eberhard Riese, Überraschungsgäste sowie viele Mitglieder des OZ Frankfurt, teilweise in Begleitung ihrer Ehefrauen, schlossen sich der Gratulationskur an.

Licht aus, Spot an! Zu den Klängen von „Happy Birthday to you„, Wunderkerzen und einer phantastischen Geburtstagstorte, die unser Vorstandsmitglied Heinz-Dieter Rado von der Firma Eifler anfertigen ließ, wurde der Abend eröffnet. Danach begrüße Manfred seine zahlreichen Gäste mit einer kurzen Rede und eröffnete das kalt-warme Buffet.

Natürlich hatten wir auch ein kleines Showprogramm vorbereitet. Der Einstieg jedoch war ein Interview, das Andreas mit Manfred führte und er erzählte Erinnerungen aus seinen Kindheitstagen, was mit einer Bildershow ergänzt wurde.

Danach eröffnete Harry Keaton den Showreigen. Mit exzellentem Wortschliff hielt Harry eine humorvolle Laudatio auf das Geburtstagskind.

Weitere Lebensstationen von Manfred wurden auf die Fragen von Andreas vorgestellt; Bundeswehr, Kennenlernen von Ehefrau Carola und schließlich der Weg zur Zauberei.

Nächster Programmpunkt: Burkhards cooler Rap Song „Geburtstag, Geburtstag, den Tag den Du gern magst“ – Klasse gemacht!

Danach erzählte uns Manfred weitere Stationen seines magischen Lebens auf. Ein weitere Überraschung folgte: Eine Videobotschaft von Hardy, Deutschlands bekanntestem Kinderzauberer.

Ravelli überbrachte Geburtstaggrüße von Joro, dem plaudernden Zauberer und brachte zur allgemeinen Heiterkeit einen echten Joroklassiker zur Aufführung: Ein gespielten Witz: Der Mann der so geht!

Nach weiteren bemerkenswerten, charakteristischen Begebenheiten, die Manfred auf die Fragen von Andreas erzählte, war Pit an der Reihe und führte uns in seiner ihm unnachahmlichen Art seinen Buchtest vor.

Die Gratulationskur beendete Wolfgang Loh. Er überreichte Manfred aus seiner Papierantiquitätensammlung aus dem Jahre 1894 eine gerahmte Kuriosität mit Abbildungen von Zauberkünsten und gleichzeitigem Trickverrat.

Damit ging der Abend zu Ende. Bevor Manfred sich bei allen Gästen bedankte und Andreas den (Show)-Abend beendete, sprach Ravelli noch einen Trinkspruch aus:

Es ändert sich im Lauf der Zeit
die Schönheit der Persönlichkeit.
Drum wollen wir uns weiter stärken,
damit wir den Zerfall nicht merken.

Nach 01.00 Uhr war Schluss und auch die Geburtstagstorte war aufgegessen. Ein wunderbarer Abend ging zu Ende. Danke, Manfred!

Text: Dieter Daniel-RAVELLI

Bilder: Heinz-Dieter Rado

2. Magic Slam des OZ Frankfurt

Es ist 20.00 Uhr! Mit Musik, Pyrotechnik und Verteilung von Getränken aus der Magischen Bar eröffnet Andreas diesen Abend, um anschließend unserem Mitglied, Frau Anita Willkomm, im Namen des OZ Frankfurt zum Geburtstag zu gratulieren.
Dann ist es soweit. Sieben Zauberkünstler treten in den Wettbewerb und werben um die Gunst des anwesenden Publikums. Nach jeder Performance wird angestimmt. Danach wird die Reihenfolge ausgelost. Amedeo muss als erster ran und zeigt eine mentale Nummer mit einer Vorhersage. Weiter geht es urkomisch mit Stefan und Kay. Sie demonstrieren Comedy in Zeitlupe. Danach wird ein Video von Pit eingespielt. Er erläuter mit ernster Mine und in seiner unnachahmlichen Art die „Aufnahmeprüfung“ des MZvD. Wir liegen am Boden vor Lachen. Aber wir sind ja nicht alleine zu unserem Vergnügen hier …! Alexey ist an der Reihe und zeigt eine mentale Routine rund um die Apokalypse. Das Ende der Welt. Klasse gemacht. Der Effekt stellte so manchen vor ein absolutes Rätsel. Danach ist Mario, der „Maggier“, dran. Mario erläutert uns ein psychologisches Phänomen mit Ketchup Flasche und Spielkarten: Déjá vu, eine neue Situation erlebt und nicht geträumt zu haben. Toll! Alexander ist an der Reihe und lässt „Stahlnetz-Stimmung“ aufkommen. Er zeigt das Mörderspiel, erklärt die Regeln und verlässt den Raum. Manfred ist der Vorleser und Rado das Opfer, das von Stefan hinterhältig gemeuchelt wird. Ein klarer Fall für Kommissar X, alias Alexander, der den Fall mit Spannung löst. Danach wird es utopisch: Spieglein, Spieglein auf der Leinwand…! Manfred hat ihn mitgebracht. Magic 3000, ein Zauberspiegel aus der Zukunft. Der Spiegel wird auf die Leinwand projiziert, bekommt plötzlich ein Gesicht, fängt an zu sprechen und errät die Spielkarte, die Kay frei gewählt hatte. Sachen gibt’s! Einer fehlt noch: Richtig: Der Titelverteidiger vom letzten Jahr: Monsieur Brezelberger. Er zaubert gleich den Pokal aus dem Hut, faselt etwas vom Zersägen der Jungfrau und intoniert dazu das Chanson: „… sägen ist nur das eine!“ Dabei raucht und qualmt das Akkordeon und nebelt unser Zirkellokal ein. Monsieur, der Kugelblitz des Varietés. Nach Auszählung der Stimmen ist er der alte und neue Gewinner des 2. Frankfurter Magic Slam. Herzlichen Glückwunsch!

Doch gilt der Dank allen Akteuren, die diesen Abend mitgestaltet haben. Ihr ward einfach wunderbar. Danke für diesen tollen Abend.

Text: Dieter Daniel | Bilder: Chantal Sprenger

Die Kraft der Gedanken…

… und die Demonstrationen der Protagonisten an einem gut besuchten Montag Abend im Ortszirkel Frankfurt lies keine Wünsche offen.
Eröffnet wurde der Abend von unseren Anwärtern Amedeo und Alexander, deren Routinen zwar unterschiedlicher nicht hätten sein können aber dennoch hohen magischen Gehalt hatten. Amedeo erriet Getränke, die sich unsere Zuschauerassistenten nur in ihrer Phantasie vorstellten und Alexander beeinflusste nicht nur den Willen von unserem Mitglied Ello sondern sagte auch ein Land voraus, an das Ello nur gedacht hatte. Gekonnt gemacht!
Dieter zeigte die Schicksalsstunde, ein Klassiker der Mentalmagie mit einer Taschenuhr und einem alten Kartenspiel. Der Klimax der Routine ist, dass der Wert einer durch Zufall gewählten Zuschauerkarte bereits in den Uhrendeckel eingraviert ist. Harry Keaton aber Schoss den Vogel ab. Er lies sich Daten zurufen und prompt nannte er nicht nur den Wochentag sondern auch ein Ereignis, dass sich an dem vom Zuschauer genannten Datum ereignete. Eine faszinierende Routine, die noch in der Entwicklung ist. Danach ging es in die Diskussion rund um die Mentalmagie. Ein Kessel Buntes rund um diese Sparte, Pro und Kontra, Einfallsreiches, Erfahrungen, Tipps und Tricks, und, und, und …!
Zum Schluss gab Wolf von Keyserlingk noch einen zum Besten: Zwei Papierteller werden ins Publikum gegeben. Der Zuschauer denkt – nur denkt sich ein Wort und gibt die Teller zurück: Zwischen den Tellern steht das nur gedachte Wort des Zuschauers. Eben alte Schule!
Alles in allem ein lebhafter Abend und vielleicht hätte man sich noch die eine oder auch andere Vorführung gewünscht. Aber der lebhafte Gedankenaustausch hat auch viel Freude gemacht, womit wieder einmal bewiesen wäre: Man muss sich nicht immer etwas vorzaubern. Es macht auch Spaß, öfter miteinander konstruktiv über ein Kunststück zu reden.

Text: Dieter Daniel Bilder: Heinz-Dieter Rado

Klassiker der Kartenzauberkunst

Am Anfang war das Wort. Stefan hatte sich die Mühe gemacht, die bekanntesten Kartenklassiker zu Papier zu bringen, bevor eine Auswahl der Routinen oder Variationen dazu vorgeführt wurden.
Die Ambitious Card, Öl und Wasser, Dai Vernons Triumph oder Paul Currys Out of this World, allesamt Klassiker und doch ewig junge Kartenroutinen, die bis zum heutigen Tag nichts von ihrem Reiz verloren haben.
Alle Routinen, die an diesem Abend gezeigt wurden zu illustrieren wäre zu viel des Guten. Vom klassischen Päckchentrick bis zu ACAAN, der theoretischen Diskussion zur Sympathischen Zehn von Nate Leipzig oder Variationen einzelner Hofzinser-Effekte – von allem war etwas dabei.
Danke an alle Akteure, die diesen Abend mitgestaltet haben, vor allem aber ein großes Danke an Stefan, der mit seinen Kartenzaubereien so wunderbar und eindrucksvoll durch den Abend geführt hatte.

Danke Dieter für die warmen Worte, dann melde ich mich selbst auch noch mal zu Wort und bin so frei und teile hier die Liste der Kunststücke die ich gezeigt habe:

• Öl und Wasser (Denis Behr)
• Triumph (meine Handhabung von dem Vernon Klassiker)
• King Thing (Gary Kurtz)
• Sandwich Routine (eigene Version, wurde in der Magie veröffentlicht)
• Die wundersame Kartenwanderung oder wie ich es nenne der Kartenstorch (zu finden in der Kartenschule Band 2)
• Re-Set (Version von Shahin Zarkesch nicht veröffentlicht)
• Circus Card Trick (mit allen Erweiterungen zu finden auf Mind Boglers von Dan Harlan)
• Zu guter Letzt: Majestic Spell von Dani DaOrtiz  mit eigenen Ideen

Gästeabend des Magischen Zirkels

Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind, sondern auch der Gästeabend unseres Ortszirkels. Eine ehrenamtliche Veranstaltung vom Feinsten nach dem Motto: Von uns, für uns – und für unsere Gäste natürlich! Die waren reichlich gekommen: Die Hütte, die Alte Wache in Oberstedten, war voll, da gab es nichts zu meckern. Das Publikum war sehr willens, sich unterhalten zu lassen. Wie wertvoll das ist, weiß jeder, der Mal vor einem missmutigen Haufen auftreten musste!

Wir sind sechs Mann hoch auf die Bühne gegangen – also, nacheinander … Sören Pohl und Samuel Lenz sind als Duo #zauber(zw)ei aufgetreten, Amedeo Velluso und Mario Kolodzeike waren ebenfalls dabei, genauso wie Hanspeter Balsser und Karsten Meyerhoff, der auch die Moderation übernommen hatte. Abgerundet wurde die Truppe durch Alex Morgenthau, der mit bürgerlichem Namen Alexander Schumacher heißt. Die Show, als eine Art Nummernrevue mit überleitenden Moderationen angelegt, lief im Großen und Ganzen reibungslos. Gut, es ist mal hier eine Kleinigkeit daneben gegangen, und der Alex hatte da mit einem überaus unfreundlichen Zuschauer zu kämpfen, aber abgesehen davon sind alle Künstler ohne körperliche und seelische Blessuren aus der Veranstaltung hervorgegangen. Quer durch den Zaubergarten war (fast) alles dabei: Manipulation, Kartenkunststücke, Comedy-Zauberei, Entfesselung, Mentalismus, ein Buchtest: Dies und das und sonst noch was aus dem Gemischtwarenladen der Salonzauberei.

Finanziell war die Veranstaltung der Hit: Ohne konkrete Zahlen zu nennen kann man sagen: Alleine der Spenden wegen hat sich der Abend für den Ortszirkel sehr gelohnt! Die Abrechnung der Einnahmen aus dem Getränkeverkauf steht noch aus, aber es steht zu vermuten, dass das die Bilanz nur von „exzellent“ zu „exorbitant“ verändert. Für die Getränke und auch für einen kleinen Imbiss während der Pause hat übrigens ein erheblicher Teil der Familie Pohl gesorgt, denen wir dafür auch an dieser Stelle unseren herzlichen Dank aussprechen wollen: Ohne Menschen, die einfach mit anpacken, ist einfach kein Staat zu machen – und auch kein Verein. Das gilt auch für die helfenden Hände hinter den Kulissen, die „Zeug“ geschleppt, für Licht und Ton gesorgt und Zuschauer gekobert haben. Auch dafür sind wir, die Leut‘ auf der Bühne, den Helfern dankbar!

Text: Karsten Meyerhoff

Seminar mit FISM-Preisträger Francis Tabary

Schon Wochen vorher hatten wir dieses Seminar aus unserem OZ-Lokal ausgelagert in der Erwartung, dass dieser Abendgut besucht würde. Und er war gut besucht! Eines FISM-Preisträgers würdig. Nach der Begrüßung durch Andreas eröffnete Tabary mit seiner FISM-Seil-Routine, ohne diese jedoch weiter zu erklären, da er sich dies für den zweiten Teil aufgehoben hatte.
Danach zeigte er eine Routine mit einem kleinen Portemonnaie und Seidentüchern, Papier zu Geld, Tricks mit einer von ihm kreierten Trickbrieftasche, einem Nudist-Deck sowie einige Münzenmanipulationen.
Danach folgte ein kurzer Vortrag zu seiner eigentlichen großen Leidenschaft: Dreidimensionale, unmögliche Objekte, von denen er zwei mitgebracht hatte. Auch demonstrierte er Beispiele an optischen Täuschungen und Anagrammen.
Es ist bemerkenswert, wie Tabary sich mit der visuellen Illusion, also einer Wahrnehmungstäuschung, befasst. Nach der Pause ging es dann um seine preisgekrönte Seilroutine. Da bleibt einem schon der Mund offen stehen und man
stammelt einfach nur ein: „… á la bonne heure, Monsieur Tabary!“ Das hatte Klasse und wer sein Meisterstück von 1991 kennt weiß um die Qualität dieser Seilroutine, die auch eine Weiterentwicklung erfahren hatte und die er in allen Details erklärte.
Fazit: Wir erlebten einen Weltmeister der Zauberkunst zum Anfassen, ohne Allüren, Launen und Getue aber großem Können.
Ein Meister der Magie, der menschlich geblieben und für jeden ein offenes Ohr und nette Worte hatte.
Merci, Monsieur Francis Tabary!

Text: Dieter Daniel

Bilder: Andreas Fleckenstein

Statusworkshop mit Michelle

Es war ein sehr gut besuchter Abend im OZ Frankfurt und eine gut aufgelegte Michelle Spillner, die uns den Begriff Status in mehreren Beispielen definierte und in fünf Merkmale einteilte. Sie demonstrierte uns an verschiedenen Statusmerkmalen Hoch- und Tiefstatus und machte den Raum für diesen Abend zu ihrer eigenen Bühne, das eigentliche Ziel dieses Workshops. Gekonnt spiele sie uns die einzelnen Rollen vor und demonstrierte dabei, was so wesentlich zum Gelingen eines Zauberkunststücks beiträgt. Merkmale wie Raum, Stimme, Kopfhaltung, die Bewegung, die Atmung sowie der Blick wurden von ihr eingehend erläutert und veranschaulicht.
Mit fünf Protagonisten spiele sie dann den Status durch und jeder hatte seine eigene, nur ihm bekannte Information eines Hoch- oder Tiefstatus, dessen Rolle er spielte und die wir nicht kannten. Ein hochspannende Geschichte zu erleben, wie Menschen, die wir kennen, sich plötzlich veränderten.
Das gleiche Prinzip wandte sie dann am Beispiel eines Zauberkunststücks an, das Amedeo uns vorführte. Amedeo zeigte uns sein Tuchfärben, danach veränderte Michelle Amedeos Status und die Performance war plötzlich eine ganz andere.
Viel Anerkennung und langer Applaus beendeten den Abend, bevor uns Michelle anbot, bei Interesse einen ausführlicheren Abend folgen zu lassen.
Herzlichen Dank, Michelle, für einen Themenabend der ganz anderen Art.

Text: Dieter Daniel

Bilder: Heinz-Dieter Rado