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Laaaangweilig …

(16. Februar 2026) Hauptversammlungen stehen in dem Ruf, langweilig zu sein – nicht ganz zu unrecht, denn es gibt viele Formalia abzuhandeln und Formalia sind nun mal per definitionem kein Inhalt, sondern … naja … Formalien eben. Aber man stelle sich vor, es gäbe den Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden nicht und den Bericht des Kassenwarts auch nicht, man stelle sich vor, der Vorstand könnte einfach machen, was er will, ohne denjenigen, die Mitgliedsbeiträge zahlen, Rechenschaft abzulegen davon, wohin ihr Geld geflossen ist: Auch nicht gut, oder? Auch die Demokratie im Kleinen muss sich manchmal den Mühen der Ebene unterziehen.

Gemessen daran war unsere just stattgehabte Hauptversammlung gar nicht so schlecht. Gut, das ist sicher auch der Tatsache geschuldet, dass der alte Vorstand in allen fünf Positionen der neue ist und er mit Mehrheiten gewählt wurde, die selbst den alten Kim Il Sung vor Neid hätten erblassen lassen. Aber es wurde auch viel der Sache nach diskutiert: Was machen wir mit unserer Bibliothek? Wie erfassen wir in Zukunft elektrisch, wer bei unseren Seminaren anwesend ist? Welche Seminare haben wir bereits gebucht (spoiler: it’s gonna be da bomb, bro!)? Wie ist der Sachstand der Vorbereitungen der Vorentscheidungen (guckst Du hier)? Das ist eine Menge Inhalt für so viele Formalia, oder?

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Hiersinddiedieimmerhiersind

(20. Januar 2025) Die Hauptversammlung: Das Graubrot des Vereinswesens. Aber hilft ja nix: Als eingetragener Verein hat man einmal im Jahr eine Hauptversammlung zu machen, nicht zuletzt weil der Vorstand den Mitgliedern schon mal nachweisen sollte, wo denn ihr Geld geblieben ist. Und es gibt ja auch immer mal wieder was kundzutun, wie zum Beispiel, dass die beiden zurückhaltenden, distinguierten Herren im Titelbild dem Ortszirkel bereits 25 Jahre angehören.

Mit dieser Hauptversammlung, wenn wir mal ein wenig ernster reden, nehmen wir nach 23 Jahren Abschied von unserem nunmehr „alten“ Zirkellokal in der Offenbacher Landstraße in Frankfurt: Ein Wassereinbruch in der benachbarten Garage und nachfolgend ein Schimmelschaden hatten es nötig gemacht, sich nach einer neuen Lokalität umzuschauen (hier findet sich die Anfahrtsbeschreibung unseres neuen Veranstaltungsortes). Unserem Gastgeber am alten Orte, Manfred Geiss, schulden wir Dank dafür, den Raum immer für uns hergerichtet und ihn in Schuß gehalten zu haben.

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Kampfkandidaturen und Prügeleien

(15. Januar 2024) Der komplette Vorstand ausgetauscht, keine Entlastung des alten Vorstands, eine Kampfkandidatur um die Position des stellvertretenden Rechnungsprüfers, eine Prügelei auf offener Bühne: Eine sensationelle Hauptversammlung!

Oder zu mindestens wäre die Hauptversammlung des Ortszirkels Frankfurt das gewesen, wenn es irgendeines dieser Vorkommnisse gegeben hätte. Es war aber eine Hauptversammlung wie fast alle anderen im Bereich der ehrenamtlichen Vereinsarbeit: Ehrliche Arbeit, Formalia, die so unspektakulär wie wichtig sind – die Mühen der Ebene halt. Von fünf Vorstandpositionen wurden vier von den Mitgliedern mit den gleichen Personen besetzt, die sie auch vorher innehatten und zwar mit Wahlergebnissen, die Erich Honecker vor Neid hätten erblassen lassen. Lediglich die Position des Beirats ging nach dem Willen der Mitglieder auf Lukas Kempf über, der sie „friedlich“ von Amedeo Velluso übernahm, ebenfalls mit einem kommunistischen Wahlergebnis.

Ansonsten ist zu berichten, dass der Verein finanziell solide dasteht, nicht brilliant, aber solide und das wir rund um Zirkelabende, regelmäßige Zauberveranstaltungen, Seminare und einen Tageskongress ein reges Vereinsleben haben. Und so unaufgeregt, wie sich das jetzt anhört, so ist denn eben doch besser als Kampfkandidaturen und Prügeleien – das bisschen click bait bitten wir zu entschuldigen …